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Mühlacker nimmt Kurs auf die Verbandsliga

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Geschrieben von Rolf Ohnmacht am 22. Feb 2009 - 18:41 Uhr

Mannschaften

Quelle: Artikel im Mühlacker Tagblatt vom 11.02.2009

 

 Leistungsträger: seit seinem Wechsel von den SF Illingen gewinnt Peter Julisch für Mühlacker gut 60 Prozent seiner Partien. Foto: Eigner
Landesliga-Schachteam bleibt ohne Niederlage – Zweite Mannschaft muss um Klassenerhalt bangen.

Mühlacker – In seinem zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die Landesliga gehört der Schachclub Mühlacker bereits zu den Top-Anwärtern auf die Meisterschaft. Mühlacker ist auch nach dem sechsten Spieltag ungeschlagen an der Tabellenspitze, hat aber einen hartnäckigen Verfolger.

VON STEFFEN-MICHAEL EIGNER

Im Rennen um den Aufstieg in die Verbandsliga bleibt es beim Zweikampf zwischen Mühlacker und Pforzheim. Die Senderstädter hatten beim 6:2 gegen Birkenfeld doch einige Mühe, während die Goldstädter in Forst mit der nötigen Portion Glück beide Punkte entführten. „Das war eine ganz enge Kiste“, atmete Rolf Ohnmacht nach der Begegnung tief durch. Der Vorsitzende des SC Mühlacker selbst hatte am achten Brett gegen den etwas stärker eingestuften Fabian Malheur eine der beiden Niederlagen des Tages kassiert. Schon nach 30 Zügen waren seine zwei Stunden bis auf eine Minute Rest abgelaufen. Zu wenig, um die weiteren Züge ausreichend durchzudenken. „Außerdem war die Stellung recht kompliziert.“

Gipfeltreffen am letzten Spieltag als echtes Finale?

Doch dafür fuhren seine Mannschaftskameraden die Punkte ein. Vor allem Peter Julisch lieferte am ersten Brett mit den schwarzen Figuren gegen Merten Hubel eine souveräne Partie. Julisch war vor drei Jahren von den Schachfreunden Illingen nach Mühlacker gewechselt, weil er sich dort in der Bezirksliga unterfordert gefühlt hatte. Schon am Aufstieg Mühlackers in die Landesliga hatte Julisch 2007 erheblichen Anteil. In der laufenden Saison musste sich der 35-Jährige in sechs Partien nur einmal geschlagen geben.

  Sollten sich Mühlacker und Pforzheim vorher keine Ausrutscher mehr erlauben, fällt die Entscheidung über die Meisterschaft in der Landesliga wird am neunten und letzten Spieltag entschieden. Dann treffen nämlich die beiden Mannschaften am 5. April in der Pforzheimer Inselschule aufeinander. Nur der Titelträger steigt in die Verbandsliga auf. Doch Rolf Ohnmacht hofft noch auf ein wenig Schützenhilfe vom Tabellendritten Simmersfeld: „Wenn Simmersfeld am vorletzten Spieltag ein Remis gegen Pforzheim schafft, könnten wir uns am letzten Spieltag vielleicht sogar eine Niederlage erlauben.“

 Der SC Mühlacker hingegen muss vor dem Spitzenduell noch beim Tabellenvierten Conweiler und zu Hause gegen den Drittletzten Jöhlingen antreten. „Wenn wir da konzentrierte Leistungen abliefern, müssen wir die Begnungen gewinnen“, fordert Ohnmacht. Zum jetzigen Zeitpunkt hat der ungeschlagene SCM mit 16 Punkten (fünf Siege, ein Remis) einen Zähler Vorsprung vor den Pforzheimern. Der Dritte Simmersfeld hat mit schon sechs Punkten Rückstand auf Mühlacker praktisch keine Chance mehr im Titelrennen.

 Derweil hat die zweite Mannschaft des SC Mühlacker ihre Chance auf den Klassenerhalt in der Bereichsliga Karlsruhe/Pforzheim gewahrt. Das 4:4-Unentschieden nach 0:3-Rückstand gegen den Tabellenvierten SF Zeutern war gerade genug, um auf Platz sieben noch außerhalb der Abstiegszone zu stehen.

 Der Badische U16-Meister Simon Ohnmacht am zweiten Brett sowie Viktor Kutnaschenko und Martin Mendzigall fuhren Siege für Mühlacker II ein. Helmut Richter und Harald Schmälzle steuerten durch ihre Remis je einen halben Punkt zum Endstand bei. Mühlacker II kann am kommenden Spieltag gegen das bereits als Absteiger feststehende Schlusslicht SF Eggenstein-Leopoldshafen die nötigen Punkte holen. Sollte der TV Neuenbürg, derzeit zwei Punkte hinter dem SCM, zugleich beim Tabellenführer Neuhausen II verlieren, wäre Mühlacker endgültig gerettet. Der Tabellenvorletzte Post Südstadt Karlsruhe hat mit vier Punkten Rückstand auf den SCM schon jetzt nur noch theoretische Chancen, die Senderstädter einzuholen. Mühlacker kann zudem noch darauf hoffen, dass durch Veränderungen in den oberen Klassen die Zahl der Absteiger von drei auf zwei reduziert wird.

 

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Ich spiel nicht mehr mit Dir - Du hast einen Freund von mir beleidigt.
-- Miguel Najdorf, beim Blitz zum Gegner, als dieser sich wegen eines Fehlers selbst verflucht